Zierpflanzengärtner

Floriculteur

FC

Berufsinformation

Gärtner der Fachrichtung Zierpflanzenbau vermehren und kultivieren Schnittblumen, Beet­, Topf­, Balkon­ und Grünpflanzen in Gewächshäusern und im Sommer auch im Freiland. Sie gießen, düngen und beschneiden die Pflanzen und sorgen durch gezielte Kulturmaßnahmen für die erforderliche Größe, termingerechte Blüte und somit Verkaufsreife der Pflanzen.

Dabei setzen sie Anlagen mit computergesteuerter Bewässerung und Düngung, Belüftung, Belichtung und Beschattung ein. Wenn sie Pflanzen direkt an die Endverbraucher verkaufen, beraten sie diese auch über die standortgerechte Auswahl und die Pflege von Pflanzen.

Gärtner der Fachrichtung Zierpflanzenbau arbeiten hauptsächlich:

  • in Zierpflanzenbaubetrieben
  • in Stadtgärtnereien
  • in Gartencentern

Überwiegend halten sie sich in Gewächshäusern, gelegentlich auch im Freien auf. Sofern der Betrieb die Zierpflanzen direkt verkauft, verbringen sie einen Teil ihrer Arbeitszeit in Verkaufsräumen oder an Marktständen.

  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein braucht man im Umgang mit den teilweise sehr empfindlichen Pflanzen. So müssen bei der Anzucht z.B. Licht­ und Dunkelzeiten oder Dün­gemitteldosierungen genau eingehalten werden. Wenn Gärtner der Fachrichtung Zier­pflanzenbau Kunden etwa hinsichtlich geeigneter Zierpflanzen beraten, ist Serviceorientie­rung wichtig
  • Interesse an Biologie, vor allem an Botanik, sollte vorhanden sein. Wer bereits über Vorwis­sen verfügt, ist im Vorteil. Kenntnisse in Chemie erleichtern die Auswahl von geeigneten Düngemitteln. Um Flächenaufteilungen zu berechnen oder Preise zu kalkulieren, braucht man Mathematik, vor allem die Grundrechenarten und die Prozentrechnung.

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Ausbildungsverlauf

Die Produktion von Beet- und Balkonpflanzen, Frühjahrs- und Herbstpflanzen sowie diversen Topfpflanzen und Schnittblumen ist die Aufgabe des Zierpflanzengärtners.
Neben diesen Produktionsaufgaben übernimmt der Zierpflanzengärtner jedoch zunehmend auch Aufgaben im Dienstleistungsbereich, wie z.B. die Kundenberatung, die Bepflanzung von Balkonkästen und anderen Gefäßen, saisonale Bepflanzung von Beeten sowie die Anlage und Pflege von Innenraumbegrünung.

Abschluss

  • Diplôme d’Aptitude Professionnelle Horticulteur

Voraussetzungen

  • bestandene 5e G, 5e AD oder 5e P (mit 45 Modulen)
  • positives Orientierungsgutachten des Klassenrats

Dauer der Ausbildung

  • 3-jährige Ausbildung
  • 1. Jahr Vollzeitunterricht in der Schule
  • 2. und 3. Ausbildungsjahr im dualen System
  • Ausnahme: Floristik: Hier findet die gesamte Ausbildung im dualen System statt (2 Tage Schule, 3 Tage Ausbildungsbetrieb)

 
Aufbau der Ausbildung

  • praktische Arbeiten im LTA-Gewächshaus, im LTA-Floristikgeschäft, auf den schuleigenen GaLaBau-, Baumschul- und Gemüsebauflächen und in den  Ausbildungsbetrieben
  • regelmäßige Fachexkursionen zu Betrieben und Messen
  • Wahlmodule zur Vertiefung individueller Interessen

Ziele der Ausbildung

Vorbereitung auf die vielfältigen Aufgaben in gartenbaulichen Betrieben sowie kommunalen und staatlichen Einrichtungen. Weiterführende Ausbildungen und Lehrgänge (z.B. Meister, Baumpflege, Innenraumbegrünung) sind möglich.

Abschluss
  • Diplôme d’Aptitude Professionnelle Horticulteur
Voraussetzungen
  • bestandene 5e G, 5e AD oder 5e P (mit 45 Modulen)
  • Mindestalter: 18 Jahre
  • mindestens 12 Monate Beitragsleistung im Sozialversicherungszentrum (certificat d’affiliation CCSS)
Dauer der Ausbildung
  • 3 jährige Ausbildung im dualen System (2 Tage Schule, 3 Tage Ausbildungsbetrieb)
 
Aufbau und Ziele der Ausbildung sind identisch mit denen der DAP-Erstausbildung.

Film

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